Diversifikation für Crowdfunding Investoren

Von 371 Anlegern waren rund 77 Prozent der Meinung, es sei von enormer Wichtigkeit, wenn zwischen den Crowdfunding-Plattformen Kooperationen geschlossen werden würden. Rund 84 Prozent waren sogar der Ansicht, eine Kooperation sei eine Erleichterung, wenn es darum gehe, das Anlageportfolio zu diversifizieren – das ergab eine Umfrage von Seedmatch. Warum man sein Portfolio auch beim Crowdfunding immer diversifizieren sollte, erklären wir in diesem Artikel.

Warum die Diversifikation nicht unterschätzt werden darf

Unter Diversifikation versteht man den Plan, das Kapital über verschiedene Länder, Währungsräume und Branchen zu streuen, sodass man schwankende Einzelwerte ausgleichen kann. Handelt es sich also um ein Portfolio mit unterschiedlichen Wertpapieren, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen hohen Verlust verbuchen muss, wesentlich geringer als bei Portfolios, die mit sehr ähnlichen Aktien bestückt sind. Je höher also die Anzahl unterschiedlicher Wertpapiere, umso geringer ist das Risiko, am Ende einen hohen Verlust einfahren zu müssen.

Erfahrene Anleger achten vermehrt auf eine breite Streuung

Im Zuge einer Umfrage wurde – wieder einmal – klar ersichtlich, dass die Diversifikation eine wesentliche Rolle bei der Geldanlage spielt. So auch, wenn es um das Crowdfunding geht. So gaben rund 85 Prozent an, die Diversifikation sei wichtig bis sehr wichtig. Die den Beurteilungen gab es jedoch – je nach Regelmäßigkeit und Erfahrung bei Crowd-Investitionen – gravierende Unterschiede: 88 Prozent der Anleger, die zwei- bis dreimal im Jahr ihr Geld in Crowdfunding-Projekte investierten, gaben nämlich im Zuge der Umfrage an, die Diversifikation sei sehr wichtig. Rund 10 Prozent der Anleger, die selbst noch nicht in Crowdfunding investiert haben, schenkten der Diversifikation nicht so viel Bedeutung – hier gaben nur 75 Prozent an, die Diversifikation sei wichtig.

85 Prozent finden eine plattformübergreifende Diversifikation wichtig

82 Prozent gaben an, das Portfolio würde in erster Linie derart diversifiziert werden, indem Geld in unterschiedliche Assets angelegt werde. Die Möglichkeit, mithilfe einer anderen Plattform bei derselben Assetklasse zu diversifizieren, nutzen gerade einmal 66 Prozent. Auch jene, die regelmäßig Geld in Crowdfunding-Projekte stecken, würden bei den Investments eher das Geld in andere Assetklassen und nicht über andere Plattformen investieren. Rund 85 Prozent sind jedoch der Meinung, dass eine Diversifikation, die plattformübergreifend sei, ebenfalls wichtig sei. Eine innerhalb der Assetklasse stattfindende Diversifikation fanden nur 76 Prozent wichtig. Ein Hinweis, dass Anleger heutzutage doch Probleme dabei haben, wenn es darum geht, die Risiken neuerer Plattformen einzuschätzen.

Anleger sollten sich vermehrt mit Alternativen befassen

Wer sich heute mit dem Vermögensaufbau befasst, der sollte niemals die Risikostreuung außer Acht lassen. Zudem gilt es auch, sich heutzutage mit Alternativen zu befassen. Klassische Produkte, so etwa das Tagesgeld oder auch das Sparbuch, bringen garantiert keine Gewinne. Doch in welche Bereiche investieren Crowdfunding-Investoren? Vorwiegend handelt es sich um Investitionen in Unternehmen, Immobilien und auch in die Bereiche Energie wie Umwelt. Zudem wird auch in soziale Projekte, Edelmetalle – etwa in Gold – oder auch in Kryptowährungen wie Aktien investiert. Wer zudem Aktien über einen Broker kaufen will, der sollte sich im Vorfeld mit den unterschiedlichen Leistungen wie Konditionen der Anbieter befassen. Eine gute Erfahrung beim Aktienkauf ist wichtig – genau deshalb ist es wichtig, den für sich besten Broker zu finden.

„Ausbaufähig“ – nur jeder Zweite ist mit den Diversifikationsmöglichkeiten zufrieden

Die aktuellen Diversifikationsmöglichkeiten werden im Crowdfunding-Bereich von rund 50 Prozent der Befragten als „gut“ eingeschätzt; knapp 40 Prozent gaben an, die Diversifikationsmöglichkeiten seien „durchschnittlich“.

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