„Das wollten wir bewusst ändern und gehen mit Crowdfunding ganz neue Wege für die Branche.“ – Thomas Steinemann zum Funding für die älteste Uhrenmarke der Schweiz

Klaus-Martin Meyer: Herr Steinemann, Sie haben im Jahr 2010 die PHILIPPE DUBOIS & FILS SA gekauft. Können Sie sich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Thomas Steinemann: Ich habe in den letzten 35 Jahren viele Funktionen in der Uhrenindustrie ausgeübt und dabei fast alle entscheidenden Bereiche kennengelernt. Design, Produktentwicklung, Produktion und Vertrieb sind die entscheidenden Schritte im Aufbau eines Unternehmens. Nach etlichen Jahren im Geschäft mit eher modischen Uhren wollte ich etwas Kleines, aber Feines machen – und ich begann zu suchen. Ich wollte mit einer Marke, die meinen Wünschen entspricht, eine Prinzessin wachküssen. Continue reading

Interview mit Petr Nemec zum Crowdfunding von BluePatent

Klaus-Martin Meyer: Petr, Du bist einer der Gründer von BluePatent. Könntest Du dich un BluePatent bitte kurz vorstellen?

Petr Nemec: Ich habe Kommunikationswissenschaften studiert und mich danach erst im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung selbstständig gemacht. Seit 2009 arbeite ich mit anderen Gründern am Aufbau der BluePatent GmbH, deren Geschäftsführer ich bin. Wir betreiben eine Internetplattform, über die wir Fragen aus dem Patentbereich an ein globales Experten-Netzwerk auslagern. Gegenstand einer solchen Recherche kann beispielsweise die Frage nach der Gültigkeit eines Patents oder nach dem Wert eines Patentportfolios sein. Professionelle Rechercheure, Wissenschaftler und technische Experten liefern mit ihrer Expertise relevante Dokumente und Informationen. Continue reading

„Als „Community Based Business“ war es für uns wichtig, dass die Gemeinschaft unserer Nutzer bei Front Row Society investieren kann.“ – Interview mit Florian Ellsaesser

Klaus-Martin Meyer: Florian, Du bist einer der Gründer der Front Row Society. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Florian Ellsaesser: Front Row Society (FRS) ist ein Modelabel, das die Modeindustrie revolutioniert. Unser Konzept lautet „Modedemokratie“. Auf unserer Online-Plattform nehmen Künstler aus der ganzen Welt an Designprojekten teil. Unsere Community von über 25.000 Mitgliedern stimmt dann über die schönsten Entwürfe ab. Diese werden von uns als Handtaschen und Schals produziert. Die Künstler erhalten einen Anteil am Umsatz. Ein weiterer Teil vom Umsatz geht an einen guten Zweck. Das besondere für den Kunden ist, dass jedes Accessoire eine einzigartige Geschichte hat und sich so von der „Massenmode“ unterscheidet. Continue reading

„Bei Companisto gibt es keine Mindestinvestitionssumme, so dass wirklich jeder, der möchte und volljährig ist, in vielversprechende Unternehmen investieren kann.“ – Im Gespräch mit Tamo Zwinge

Klaus-Martin Meyer: Herr Zwinge, Sie sind einer der beiden Gründer bei der Companisto GmbH. Können Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Tamo Zwinge: Mein Name ist Tamo Zwinge, ich bin Rechtsanwalt und zusammen mit David Rhotert Gründer von Companisto. Companisto ist eine Crowdinvesting-Plattform, auf der Startups in der Frühphase und Mikroinvestoren – wir nennen sie Companisten – zusammenfinden. Bei Companisto gibt es keine Mindestinvestitionssumme, so dass wirklich jeder, der möchte und volljährig ist, in vielversprechende Unternehmen investieren kann. Companisto ist Anfang Juni 2012 an den Start gegangen. Seitdem wurden bereits über 245.000,00 Euro durch mehr als 1.000 Companisten investiert. Continue reading

„Nur wer trommelt, wird eine Crowd sammeln, die hörbar ist!“ – Im Gespräch mit Konrad Lauten (Inkubato)

Klaus-Martin Meyer: Konrad, Du bist der Geschäftsführer der Inkubato UG. Könntest Du dich und Inkubato bitte kurz vorstellen?

Konrad Lauten: Mit Inkubato ist es seit 2010 möglich, Projekte vorzufinanzieren, bekannt zu machen und eine Community für zukünftige Projekte aufzubauen.
Ich habe besonders aus dem kulturellen Bereich viele Erfahrungen für Projektentwicklungen und Finanzierungen in Gruppen gemacht. Als das Web soweit war, die technischen Voraussetzungen für eine Umsetzung der bisher manuell gesammelten Projekt und Beträge zu bieten, habe ich mit einem Partner Inkubato entwickelt und online gestellt. Continue reading

Crowdfunding History – Alles schon einmal da gewesen?

Auch in früheren Zeiten hat es bereits Phänomene gegeben, wo eine Crowd Geld für eine Projekt- oder Firmenfinazierung gesammelt hat. Ein Beispiel ist die Zeppelinspende des deutschen Volkes, auch bekannt als Nationalspende oder das Wunder von Echterdingen.

Dieses „Crowdfunding“ geht zurück auf die Havarie des Luftschiffs LZ 4 am 5. August 1908 in Echterdingen nahe Stuttgart. Während der am 4. August von Graf von Zeppelin begonnenen 24-Stunden-Fahrt (Friedrichshafen – Mainz – Friedrichshafen) widerfuhr dem Zeppelin am 5. August ein Motorschaden, so dass der Luffahrt-Pionier zur Notlandung gezwungen war. Continue reading

„LHINKER besteht aus einem sechsköpfigen Team von Individualisten, von denen jeder ein Spezialist auf seinem Fachgebiet ist.“ – Im Gespräch mit Patrick Schikowski

Lhinker

Klaus-Martin Meyer: Patrick, Du bist bei Lhinker für Business Development zuständig, könntest Du dich und Deine Firma bitte kurz vorstellen?

Patrick Schikowski: Im Anschluss an meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann und nach einem abgebrochenen Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete ich fünf Jahre für eine Wertpapierhandelsbank mit Spezialisierung auf den Derivatehandel. Meine Tätigkeit führte mich vom retail über das institutionelle Business zum Projektmanagement für die Implementierung und Platzierung neuer Produkte wie z.B. das hauseigene Asset Management und den Auf- und Ausbau einer Online-Research-Plattform. Continue reading

„Da wir noch kein fertiges Produkt vorweisen konnten, war es für die Investoren wahrscheinlich schwer, eine genaue Vorstellung von Baxterboard unserer Geschäftsidee zu bekommen.“ – Richard Spiegelburg zu den Crowdfundings von Baxterboard

Klaus-Martin Meyer: Herr Spiegelburg, Sie sind Geschäftsführer der Baxterboard GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Richard Spiegelburg: Die Baxterboard GmbH besteht aus zwei Geschäftsführern: meinem Kollegen Matthias Saajja und mir. Gegründet wurde sie im Dezember 2011.
Mitgesellschafter von Baxterboard ist die SSL Business Development Holding GmbH, die uns vor allem hinsichtlich Produktionspartner und Vertriebswege beratend zur Seite steht.
Die Idee zu Baxterboard hatten Matthias Sajjaa und ich während unseres gemeinsamen Masterstudiums am Institut für Medientechnik an der Fachhochschule Köln. Dort entwarfen und fertigten wir unseren ersten Prototypen. In der darauf folgenden Zeit entwickelten wir mit unseren Partnern in China den Prototypen, der jetzt in Serie geht. Continue reading

„Viele haben uns auch schon kontaktiert und ihre Hilfe angeboten.“ – Interview mit Mateo Freudenthal zum Crowdfunding der Honestly MT GmbH

Klaus-Martin Meyer: Mateo, Du bist einer der Gründer der Honestly MT GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Mateo Freudenthal: Hallo Klaus-Martin, sehr gerne. Mich fasziniert die Welt der mobilen Endgeräte und ihr Nutzen für den Alltag, die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Weshalb ich seit Ende meines Studiums 2010 ausschließlich in der Start-Up Scene aktiv und habe in der Zeit reeple.net gegründet, beim VC Engage AG gearbeitet und war eine gute Zeit in Hamburg bei Gigalocal. Seit Oktober 2011 widme ich mich auschließlich der Etablierung von Honestly als Feedbacklösung für die Offline-Welt. Honestly ist eine Software-as-a-Service Plattform für Unternehmen welche an Kundenfeedback interessiert sind. Konsumenten dieser Unternehmen können über ihre eigenen Smartphones direktes, anonymes und nicht-öffentliches Feedback an sämtliche Unternehmen senden. Continue reading

Strukturelle Defizite von Crowdfuning-Marktplätzen

Nach den Warnungen vor Crowdfunding in der letzten Woche von Seiten der FSE (Financial Services Authority) – also der britischen Finanzbehörden – werden strukturelle Defizite der Crowdfunding-Szene wieder einmal diskutiert. Die FAZ rückt die Crowdfundings verbal sogar in die Nähe von Graumarkt-Angeboten.

Die britische Behörde hält viele Angebote für hochriskant. Gründe, die angeführt werden:

– hohes Risiko
– Komplexität
– keine Renditegarantie
– Langfristigkeit
– Illiquidität, weil noch kein Zweitmarkt Continue reading