„Nur wer trommelt, wird eine Crowd sammeln, die hörbar ist!“ – Im Gespräch mit Konrad Lauten (Inkubato)

Klaus-Martin Meyer: Konrad, Du bist der Geschäftsführer der Inkubato UG. Könntest Du dich und Inkubato bitte kurz vorstellen?

Konrad Lauten: Mit Inkubato ist es seit 2010 möglich, Projekte vorzufinanzieren, bekannt zu machen und eine Community für zukünftige Projekte aufzubauen.
Ich habe besonders aus dem kulturellen Bereich viele Erfahrungen für Projektentwicklungen und Finanzierungen in Gruppen gemacht. Als das Web soweit war, die technischen Voraussetzungen für eine Umsetzung der bisher manuell gesammelten Projekt und Beträge zu bieten, habe ich mit einem Partner Inkubato entwickelt und online gestellt. Continue reading

Crowdfunding History – Alles schon einmal da gewesen?

Auch in früheren Zeiten hat es bereits Phänomene gegeben, wo eine Crowd Geld für eine Projekt- oder Firmenfinazierung gesammelt hat. Ein Beispiel ist die Zeppelinspende des deutschen Volkes, auch bekannt als Nationalspende oder das Wunder von Echterdingen.

Dieses „Crowdfunding“ geht zurück auf die Havarie des Luftschiffs LZ 4 am 5. August 1908 in Echterdingen nahe Stuttgart. Während der am 4. August von Graf von Zeppelin begonnenen 24-Stunden-Fahrt (Friedrichshafen – Mainz – Friedrichshafen) widerfuhr dem Zeppelin am 5. August ein Motorschaden, so dass der Luffahrt-Pionier zur Notlandung gezwungen war. Continue reading

„LHINKER besteht aus einem sechsköpfigen Team von Individualisten, von denen jeder ein Spezialist auf seinem Fachgebiet ist.“ – Im Gespräch mit Patrick Schikowski

Lhinker

Klaus-Martin Meyer: Patrick, Du bist bei Lhinker für Business Development zuständig, könntest Du dich und Deine Firma bitte kurz vorstellen?

Patrick Schikowski: Im Anschluss an meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann und nach einem abgebrochenen Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete ich fünf Jahre für eine Wertpapierhandelsbank mit Spezialisierung auf den Derivatehandel. Meine Tätigkeit führte mich vom retail über das institutionelle Business zum Projektmanagement für die Implementierung und Platzierung neuer Produkte wie z.B. das hauseigene Asset Management und den Auf- und Ausbau einer Online-Research-Plattform. Continue reading

„Da wir noch kein fertiges Produkt vorweisen konnten, war es für die Investoren wahrscheinlich schwer, eine genaue Vorstellung von Baxterboard unserer Geschäftsidee zu bekommen.“ – Richard Spiegelburg zu den Crowdfundings von Baxterboard

Klaus-Martin Meyer: Herr Spiegelburg, Sie sind Geschäftsführer der Baxterboard GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Richard Spiegelburg: Die Baxterboard GmbH besteht aus zwei Geschäftsführern: meinem Kollegen Matthias Saajja und mir. Gegründet wurde sie im Dezember 2011.
Mitgesellschafter von Baxterboard ist die SSL Business Development Holding GmbH, die uns vor allem hinsichtlich Produktionspartner und Vertriebswege beratend zur Seite steht.
Die Idee zu Baxterboard hatten Matthias Sajjaa und ich während unseres gemeinsamen Masterstudiums am Institut für Medientechnik an der Fachhochschule Köln. Dort entwarfen und fertigten wir unseren ersten Prototypen. In der darauf folgenden Zeit entwickelten wir mit unseren Partnern in China den Prototypen, der jetzt in Serie geht. Continue reading

„Viele haben uns auch schon kontaktiert und ihre Hilfe angeboten.“ – Interview mit Mateo Freudenthal zum Crowdfunding der Honestly MT GmbH

Klaus-Martin Meyer: Mateo, Du bist einer der Gründer der Honestly MT GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Mateo Freudenthal: Hallo Klaus-Martin, sehr gerne. Mich fasziniert die Welt der mobilen Endgeräte und ihr Nutzen für den Alltag, die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Weshalb ich seit Ende meines Studiums 2010 ausschließlich in der Start-Up Scene aktiv und habe in der Zeit reeple.net gegründet, beim VC Engage AG gearbeitet und war eine gute Zeit in Hamburg bei Gigalocal. Seit Oktober 2011 widme ich mich auschließlich der Etablierung von Honestly als Feedbacklösung für die Offline-Welt. Honestly ist eine Software-as-a-Service Plattform für Unternehmen welche an Kundenfeedback interessiert sind. Konsumenten dieser Unternehmen können über ihre eigenen Smartphones direktes, anonymes und nicht-öffentliches Feedback an sämtliche Unternehmen senden. Continue reading

Strukturelle Defizite von Crowdfuning-Marktplätzen

Nach den Warnungen vor Crowdfunding in der letzten Woche von Seiten der FSE (Financial Services Authority) – also der britischen Finanzbehörden – werden strukturelle Defizite der Crowdfunding-Szene wieder einmal diskutiert. Die FAZ rückt die Crowdfundings verbal sogar in die Nähe von Graumarkt-Angeboten.

Die britische Behörde hält viele Angebote für hochriskant. Gründe, die angeführt werden:

– hohes Risiko
– Komplexität
– keine Renditegarantie
– Langfristigkeit
– Illiquidität, weil noch kein Zweitmarkt Continue reading

Interview mit Alex Kammerling über Crowdfunding für Kamm & Sons über Crowdcube.com

Klaus-Martin Meyer: Alex, would you please tell our readers a little bit about you and your company?

Alex Kammerling: I started in the bar industry nearly 20 years ago as a bartender (to pay my sculpture studio rent) and quickly fell in love with the industry. I channeled my creativity into making cocktails and loved the social side of bartending. From there I started writing a column for Class magazine and then started writing travel features and bar reviews. I went on to write my own cocktail book that the BBC published, did a number of brand consultancy positions (For Campari, Appleton) and then went on to be a brand Ambassador for Millers Gin and then Grey Goose vodka. In the back-ground of these jobs I was working on my own brand (Kamm & Sons) which I launched in 2011. Continue reading

Who gives a crap – Crowdfunding kann buchstäblich für’n Arsch sein

Ein ebenso originelles wie erfolgreiches Crowdfunding für ein Social Business ist noch zwei Tage auf whogivesacrap.org zu bewundern. Simon Griffith ließ die Hosen runter und setzte sich auf seinen Lokus, um das Ganze live ins Internet zu übertragen. Nach 50 Stunden war das Ziel von 50.000 Dollar erreicht. Weil es so gut lief, verlängerte er die Aktion, um noch auf 66.000 Dollar zu kommen. Eingesammelt wurde die Mittel über indigogo.com.

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Was fehlt der Crowdfunding-Idee mittelfristig?

Aktuell scheint das Crowdfunding in Deutschland einen signifikanten Schwung zu bekommen. Die Zahl der Fundings nimmt quantitativ zu und die Geschwindigkeit bis zur Vollendung der Fundings nimmt ebenfalls zu. Auch inhaltlich wird das Angebot interessanter, was zusätzlich neue Investoren anziehen sollte. Dies wiederum wird auch dazu führen, dass sich immer mehr Firmen für diese Art der Kapitalakquise interessieren werden.

U.a. mit Bergfürst stehen weitere Plattformen vor dem Start, die neue Ansätze innerhalb der Branche etablieren wollen, die das ganze Thema weiter nach vorne bringen.
Die Innovationsfähigkeit der Crowd-Fundinganbieter allein wird mittelfristig aber nicht ausreichen, soll die Schwarmfinanzierung langfristig etabliert werden. Continue reading

Crowdcube – Meine favorisierte Crowdfunding-Plattform

Mein favorisierter Crowdfunding-Marktplatz ist aktuell ganz klar Crowdcube (www.crowdcube.com). Im Gegensatz zu den aktuell führenden Plattformen hierzulande erwirbt man über den britischen Marktplatz tatsächlich Equity, also echte Anteile an den Firmen. Crowdcube hat seit Bestehen Anfang 2011 bisher nach eigenen Angaben über 3,9 Millionen britische Pfund (bei aktuellem Wechselkurs rund 5 Millionen Euro) für ihre Kunden an Beteiligungskapital eingesammelt. Alleine eine Millionen entfielen dabei auf die größte Emission von The Rushmore Group, einen Gastronomie-Betreiber, der in Soho (London) einen neuen Private Member Club etablieren will. Continue reading