Rückblick: ReWalk gelang das erste IPO eines Crowd-finanzierten Unternehmens

ourcrowdlogoMit ReWalk konnte vor zwei Jahren das erste IPO eines unter Beteiligung der Crowd über OurCrowd mit-finanzierten StartUps gefeiert werden. ReWalk Robotics ist ein innovatives Medizintechnik-Unternehmen, das Exoskelette entwirft, entwickelt und vermarktet, mit denen Rollstuhlfahrer wieder aufstehen und laufen können. Das israelische Unternehmen hat übrigens auch einen Standort in Berlin. Der Anteil der Crowd am 36 Millionen Dollar IPO betrug 7,2 Prozent. Die jungen Aktien wurden beim Börsengang zu 12 Dollar emittiert. Um 14 Uhr Nachmittags notierten die Papiere bei 24 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von 250 Millionen Dollar entsprach. Für OurCrowd war das zweifelsohne eine fulminanten Erfolgsstory. Continue reading

Seedrs kommt nach Deutschland, iFunded mit Millioneninvestment

SeedrsGestern war mal wieder einer dieser Tage, die geeignet sind die gefühlte latente Lethargie der Crowdfunding-Szene in Deutschland zu unterbrechen. Zwei potentiell wichtige Ereignisse ließen aufhorchen.
Trotz Brexit kommt Seedrs nach Deutschland mit einem eigenem Office in Berlin, nachdem kürzlich ein solches in Amsterdam für die Benelux-Märkte eröffnete. Die deutsche Niederlassung wird ihre Arbeit noch im Oktober aufnehmen und von der Hauptstatt aus die DACH-Märke bearbeiten. Kyrill Zlobenko wird als Reginal Manager die Ziele von Seedrs vorantreiben. Mit im Boot ist Beatrice Werdin. Die gebürtige Hamburgerin hatte bereits für Seedrs in London gearbeitet. Continue reading

Neue Branchenzahlen: Deutscher Crowdfunding Markt in Europa auf Platz 3

Zahlen der heute veröffentlichten zweiten Annual European Alternative Finance Industry Survey der University of Cambridge und KPMG zeigen, dass Deutschland im europaweiten Vergleich langsamer beim Crowdfunding gewachsen ist, aber noch auf dem dritten Platz liegt. Umstellung der Plattformen nach dem Kleinanlegerschutzgesetz führte 2015 zu einem gebremsten Marktwachstum Verband erwartet von der Bundesregierung, die Evaluierung des Kleinanlegerschutzes zu nutzen, um den Crowdfunding-Markt weiterzuentwickeln

Berlin, 6. September 2016 – Die University of Cambridge hat gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG die Marktdaten der Europäischen Alternative Finance Survey veröffentlicht. Der Bundesverband Crowdfunding eV hat die europaweit einzige vergleichende Studie unterstützt und ist der exklusive Forschungspartner in Deutschland. Continue reading

Wie Startups die Marketing-Effekte von Crowdinvesting nutzen – Nach dem Funding bei Seedmatch zieht Kartenmachen.de Bilanz

Nürnberg, 29. August 2016. Als der Online-Shop Kartenmachen.de im Juni 2016 ein Crowdinvesting auf der Plattform Seedmatch startete, erzielte das 2014 gegründete Unternehmen schon seit zwei Jahren Gewinne. Wachstumskapital hätte man bequem bei der Hausbank besorgen können. Dennoch entschied sich Gründer Andreas Ritter für Crowdinvesting: Er wollte die Marketing-Effekte der Kampagne nutzen. Nach dem Ende der Crowd-Finanzierung Anfang August 2016 deutet vieles darauf hin, dass die Rechnung aufging: Nicht nur hat man 340.500 Euro eingespielt; Kartenmachen.de erhöhte seine Reichweite, fand neue Multiplikatoren und einen neuen Geschäftspartner.

„Wer die Marketing-Effekte einer Crowdfunding-Kampagne mitnehmen will, darf sich nicht in seinem Unternehmen verschanzen“, meint Andreas Ritter, der Gründer von Kartenmachen.de. Man müsse den Dialog mit potenziellen Investoren, Bloggern und Journalisten suchen. Ritter rät Unternehmen, Zeit für die Kommunikation mit der Crowd einzuplanen: „Das neue Wirtschaften – insbesondere auf Plattformen wie Seedmatch – hat Community-Charakter. Wir profitieren davon, dass sich so viele Menschen mit unserem Geschäftsmodell auseinandersetzen. Auch ihre Ideen treiben unser Geschäft voran.“ Continue reading

Ein Bio-Weingut finanziert sich per Crowdinvesting: Im Zwölberich und Geldwerk1

zwölfberichDas an der Nahe gelegene und seit 1711 bestehende Demeter-Weingut „Im Zwölberich“ ist ein besonderes Weingut. In den 1980er Jahren entschied sich der Inhaber von Zwölberich, der Winzer Hartmut Heintz, sein Gut aus Überzeugung auf biologisch-dynamische Produktion umzustellen und nach den strengen Demeter-Richtlinien zu arbeiten: Das bedeutet nicht nur den kompletten Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sondern erfordert auch zahlreiche weitere Maßnahmen, die ein nachhaltiges Wirtschaften fördern. Er produziert übrigens vegane Weine. Continue reading

Exit beim crowdfinanzierten Startup Foodist

Logoa Foodist

Logo Foodist

Berlin, 9. August 2016. Das auf Companisto (www.companisto.com) crowdfinanzierte Startup Foodist wird an Ströer verkauft. Foodist wurde in den Jahren 2013, 2014 und 2015 auf Companisto mit insgesamt rund 1,5 Mio. € von 2.399 Companisten crowdfinanziert. Beim Crowdinvesting können Privatpersonen, ähnlich wie an der Börse, online in junge Startups investieren. Das Startup Foodist wird nun von dem börsennotierten Medienhaus Ströer übernommen.

Foodist versendet mit der Foodist Box monatlich eine exklusive Auswahl von internationalen Delikatessen an seine Kunden, wobei die Abonnenten jeden Monat aufs Neue von der Zusammenstellung überrascht werden. Als die Companisten im Jahr 2013 das erste Mal die Gelegenheit hatten, in Foodist zu investieren, lag der Umsatz von Foodist noch bei unter 10.000 € im Monat und das Unternehmen beschäftigte drei Mitarbeiter. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2015, konnte der Umsatz pro Monat von 10.000 € auf einen mittleren sechsstelligen Betrag vervielfacht werden. Heute beschäftigt das Unternehmen 35 Mitarbeiter. Continue reading

„Wir waren schon kurz nach dem Start von Kartenmachen.de in der Gewinnzone“ – Interview mit Andreas Ritter (Kartenmachen.de) zum kürzlich erfolgreich beendeten Seedmatch-Crowdfunding

kartenmachen.de-LogoKlaus-Martin Meyer: Herr Ritter, Sie sind der Geschäftsführer der Firma Kartenmachen.de Druck GmbH. Könnten Sie sich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Andreas Ritter: Den Online-Shop Kartenmachen.de gibt es seit 2014. Wer ein Fest ausrichten und seine Gäste stilvoll mit gedruckten Karten einladen möchte, ist bei uns richtig. Gastgeber können bei Kartenmachen.de für eine Vielzahl von Festen Einladungskarten mit ganz unterschiedlichen Motiven bestellen. Das Besondere an unseren Karten: Man kann einen persönlichen Text auf die Karte drucken lassen. Diese Dienstleistung bieten auch andere Kartenshops an – allerdings mit dem Unterschied, dass man seinen Text dort mit einem Web-2-Print-Tool selbst in das Kartenmotiv einbringen muss. Bei uns erledigen das gelernte Grafik Designer. Sie sorgen dafür, dass nur wenige Tage nach der Bestellung optisch perfekte Einladungskarten im Briefkasten des Gastgebers liegen. Trotz dieser zusätzlichen Dienstleistung sind wir eher günstiger als unsere Mitbewerber. Continue reading

Interview mit Joschka Friedag zum aktuellen Companisto-Crowdfunding für Cringle

cringleKlaus-Martin Meyer: Joschka, Du bist Gründer und CEO von Cringle. Könntest Du dich und Cringle bitte kurz vorstellen?

Joschka Friedag: Gerne. Ich bin studierter Diplom-Ingenieur der Technischen Universität Berlin, Familienvater und Geschäftsführer von Cringle. Cringle ist eine Smartphone-App, mit der Nutzer in Sekunden Geld an Freunde in ganz Europa senden können. Diese Lösung verkaufen wir an Banken, um sie bei der Digitalisierung zu unterstützen. Das ist für die Banken wichtig, um nicht den Zugang zu den Digital Natives zu verlieren oder sie von einem Kontowechsel abzuhalten. Aktuell arbeiten wir mit der DKB zusammen und sind in weiten Verhandlungen mit weiteren großen Banken. Continue reading

Interview mit Dr. Robin Bürger (Leiter der Gruppe Innovationsfinanzierung beim Fraunhofer Zentrum in Leipzig) zum „crowdFANding – SÜDKURVE BLEIBT!“

Carl Zeiss Jena - CrowdfandingKlaus-Martin Meyer: Herr Dr. Bürger, Sie sind Leiter der Gruppe Innovationsfinanzierung beim Fraunhofer Zentrum in Leipzig. Könnten Sie sich und Ihr Arbeitsgebiet bitte kurz vorstellen?

Dr. Robin Bürger: Als gelernter Bankkaufmann habe ich nach dem Wirtschaftsstudium und der Promotion im Bereich Entrepreneurial Finance, 2010 am Fraunhofer Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie in Leipzig als Projektleiter im Bereich Innovationsfinanzierung begonnen. Seit 2015 leite ich die gleichnamige Gruppe mit inhaltlichem Fokus auf wissenschaftlich-fundierte Projekte im Bereich Crowdfunding, Crowdbusiness und Investment Readiness. Continue reading

„Unser Crowdfunding hat sich gut herumgesprochen und es kommen vielzählige Rückmeldungen.“ – Katja Schäffler über das startnext-Crowdfunding für das Zölli’s

Zoellis LogoKlaus-Martin Meyer: Katja, Du bist eine der Initiatoren von Zölli`s Restaurant, Lieferservice und Catering. Könntest Du dich und die Idee bitte kurz vorstellen?

Katja Schäffler: Ich bin Katja, 26 Jahre alt und komme aus Nürnberg. Aktuell studiere ich Pädagogik und Soziologie in Erlangen. Im Zölli’s werde ich als Organisatorin und Managerin tätig sein, da ich mir im Studium den Schwerpunkt „Betriebspädagogik“ gesetzt habe. Mein Partner ist gelernter Koch und Sporttrainer, wir ergänzen uns daher in unserem Konzept perfekt.
Das Zölli’s wird ein Restaurant mit Lieferservice und Catering das sich an Menschen mit speziellen Bedürfnissen bei der Ernährung richtet. Das bedeutet, es gibt auf der einen Seite Allergiker gerechtes Essen und auf der anderen Seite Fitnessfood. Alle Speisen werden glutenfrei sein, viele vegetarisch, vegan oder in Bio-Qualität.
Wir wollen allerdings nicht, dass es „grün“ schmeckt und danach aussieht sondern es wird eine Auswahl an hausgemachter Pasta, Pizzen und Burgen geben die gut aussieht und lecker schmeckt.
Im Restaurant selbst, wird es zusätzlich noch eine saisonale Wochenkarte geben. Das Besondere dabei ist, dass jeder Kunde sich in einer Kundenkartei registrieren und seine Bedürfnisse bei der Ernährung hinterlegen kann. Dies bedeutet, egal ob ein Kunde eine Unverträglichkeit hat, eine gewisse Ernährungsweise bevorzugt oder ob man schlichtweg etwas nicht mag, beim Bestellen warnt das Programm den Kunden und generiert Alternativen. Ganz praktisch gesagt: ein Kunde mag keine Zwiebeln aber er bestellt eine Pizza Tonno mit Kapern und Zwiebeln. Das Programm sagt ihm „Sie haben etwas mit Zwiebeln bestellt, wollen sie Alternativ: 1. Keine Zwiebeln, 2. Mais, 3. Paprika usw. Dies gibt dem Kunden die 100%ige Entscheidungsfreiheit über sein Essen.
Im Zölli’s wird der größte Teil selbst gemacht und es gehört zu unserer Philosophie, dass unsere Kunden auf der Webseite jeder Zeit nachvollziehen können, woher wir unsere Produkte beziehen. Continue reading