„Die Liquidität, die einer solchen Anlageklasse zufließen kann, sehen wir deutlich im Milliardenbereich.“ – Im Gespräch mit Thomas Herzog (Innovestment)

Klaus-Martin Meyer: In Deutschland sind bereits bzw. gehen aktuell diverse Crowdfunding-Marktplätze an den Start. Dies bringt zweifelsohne Vorteile im Bereich der Innovation, andererseits verteilt sich natürlich die Liquidität auf die verschiedenen Player. Wie beurteilen Sie dieses Spannungsfeld?

Thomas Herzog: Wir begrüßen die zahlreichen Geschäftsmodelle, da Sie die allgemeine Aufmerksamkeit für den Markt erhöhen und somit alle Ihren Teil dazu beitragen Crowdinvesting von einer Randerscheinung zu einer neuen Anlageklasse für qualifizierte Anleger zu entwickeln. Die Liquidität, die einer solchen Anlageklasse zufließen kann, sehen wir deutlich im Milliardenbereich. Eine schöne Herleitung zu einem entsprechenden Marktvolumen findet sich in einem Gastbeitrag von Guido Sandler auf deutsche-startups.de. (Vgl. http://www.deutsche-startups.de/2012/06/19/crowdinvesting-wird-mainstream/) Darüber hinaus glauben wir nicht, dass sich Anleger lediglich bei einem Anbieter engagieren.
Die Liquidität ist langfristig ausreichend, die Frage ist jedoch ob genug wertige Unternehmen zur Finanzierung da sind und den Anlegern/Investoren immer bewusst ist, dass es sich hierbei um eine Hochrisikoklasse handelt. Continue reading

Interview mit Saveen Krishnamurthy zu den beiden Crowdfundings der Ludufactur GmbH

Klaus-Martin Meyer: Saveen, Du bist einer der Gründer von Ludufactur. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Saveen Krishnamurthy: Die Ludufactur GmbH betreibt luudoo.de, die einzige Plattform zur Personalisierung von lizenzgeschützen Spielen bekannter Markenverlage. Mein Gründungspartner Wolfram Kosch ist ein Spielefan und hatte in seiner Zeit als Unternehmensberater die Idee entwickelt, bekannte Gesellschaftsspielklassiker als personalisierte Variante anzubieten. Ich selbst bringe neben meiner Spielfreude meine Leidenschaft für das Querdenken in das Team mit ein, was aus meiner vielfältigen beruflichen Laufbahn in Unternehmen und NGOs resultiert. Gemeinsam mit unseren Softwareentwicklern haben wir uns der Herausforderung gestellt, komplexe Brett-, Lege-, und Kartenspiele so zu personalisieren, dass wir sehr hochwertige Unikate für eine breite Masse von Spielbegeisterten und Geschenksuchenden herstellen können. Dabei galt es folgende Bedingungen zu erfüllen: Maximale Personalisierungsoptionen, intuitiver und zeitsparender Online-Gestaltungsprozess inkl. gemeinschaftlicher Gestaltung für maximale Freude für den Kunden. Dafür setzen wir neuste Technologien wie z.B. 3D-Rapid Prototyping ein und können so auch 3D-Spielfiguren auf Fotos generieren. Continue reading

„Da wir noch kein fertiges Produkt vorweisen konnten, war es für die Investoren wahrscheinlich schwer, eine genaue Vorstellung von Baxterboard unserer Geschäftsidee zu bekommen.“ – Richard Spiegelburg zu den Crowdfundings von Baxterboard

Klaus-Martin Meyer: Herr Spiegelburg, Sie sind Geschäftsführer der Baxterboard GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Richard Spiegelburg: Die Baxterboard GmbH besteht aus zwei Geschäftsführern: meinem Kollegen Matthias Saajja und mir. Gegründet wurde sie im Dezember 2011.
Mitgesellschafter von Baxterboard ist die SSL Business Development Holding GmbH, die uns vor allem hinsichtlich Produktionspartner und Vertriebswege beratend zur Seite steht.
Die Idee zu Baxterboard hatten Matthias Sajjaa und ich während unseres gemeinsamen Masterstudiums am Institut für Medientechnik an der Fachhochschule Köln. Dort entwarfen und fertigten wir unseren ersten Prototypen. In der darauf folgenden Zeit entwickelten wir mit unseren Partnern in China den Prototypen, der jetzt in Serie geht. Continue reading

Was fehlt der Crowdfunding-Idee mittelfristig?

Aktuell scheint das Crowdfunding in Deutschland einen signifikanten Schwung zu bekommen. Die Zahl der Fundings nimmt quantitativ zu und die Geschwindigkeit bis zur Vollendung der Fundings nimmt ebenfalls zu. Auch inhaltlich wird das Angebot interessanter, was zusätzlich neue Investoren anziehen sollte. Dies wiederum wird auch dazu führen, dass sich immer mehr Firmen für diese Art der Kapitalakquise interessieren werden.

U.a. mit Bergfürst stehen weitere Plattformen vor dem Start, die neue Ansätze innerhalb der Branche etablieren wollen, die das ganze Thema weiter nach vorne bringen.
Die Innovationsfähigkeit der Crowd-Fundinganbieter allein wird mittelfristig aber nicht ausreichen, soll die Schwarmfinanzierung langfristig etabliert werden. Continue reading